Kommunikation in Bubikon (Teil 2)...

(Bild: bubikon.ch)
(Bild: bubikon.ch)

 

«Man kann nicht nicht kommunizieren»

(Paul Watzlawick, 1921 – 2007)

 

 

 

Kapitel 1: Theorie...

 

Auszüge aus dem «Partizipations- und Kommunikationskonzept» der Gemeinde Bubikon vom 2. April 2025:

 

«Aktive Früherkennung: Die öffentliche Meinung (via Medien und Social Media) wird laufend überwacht. Durch faktenbasierte Rich-
tigstellungen lässt sich bereits frühzeitig auf Negativmeldungen und aufkommende Gerüchte reagieren...»

...

 

«Die Krisenkommunikation verfolgt jeweils folgende übergeordneten Ziele:

- Informationen verbreiten und Orientierung schaffen
- Verunsicherungen entgegenwirken (Betroffene, Bevölkerung, Mitarbeitende)
- Gerüchten vorbeugen
- Vertrauen in Gemeinde...»

 ...

 

«Grundlage für den korrekten Umgang mit Medien bilden das Medienmonitoring sowie der gezielte Versand von Medienmitteilung zu öffentlichkeitswirksamen und relevanten Themen. Mit dem Medienmonitoring können Kommunikationsereignisse im Zusammenhang mit der Gemeinde zeitnah erfasst und, wenn nötig, darauf reagiert werden. Offene Themen von erheblicher Bedeutung, die im Interesse der Öffentlichkeit oder zumindest einer breiteren Bevölkerung stehen, sollen proaktiv aufgenommen und strategisch diskutiert werden. Das Medienmonitoring bildet somit den reaktiven Teil des idealen Umgangs mit Medien...»

 ...

 

«Die Gemeinde kommuniziert stets auf Augenhöhe mit ihren Kommunikationspartnerinnen und -partnern. Gemäss Markenrichtlinien wird die Art und Weise, wie die Gemeinde Bubikon kommuniziert, anhand der folgenden Begriffe festgelegt: wertschätzend, sachlich, informativ, regelmässig und verlässlich...»

 

 

 

Kapitel 2: ... und Praxis

 

Am 15. Mai 2026 berichtete eine Anwohnerin des Wolfhauser Geissberg-Quartiers auf der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Bubikon/Wolfhausen wenn...» (Stichwort Social Media) über Pläne des Gemeinderats, in der Einfamilienhausiedlung in einem angemieteten Haus an der Geissbergstrasse eine Asylunterkunft einzurichten. Der Beitrag löst etliche kritische Kommentare von Gruppenmitgliedern aus. Später verschwindet der Beitrag aus dieser Facebookseite, die von einem Mitglied des Gemeinderats administriert wird. buebikernews beginnt erste Vorrecherchen.

 

Als Betroffene aus dem Geissberg-Quartier sich in den folgenden Tagen direkt an buebikernews wenden, wird die Sache definitiv zum Thema für diese Redaktion. Denn ein öffentliches Interesse ist zweifellos gegeben. Unter anderem unterbreitet bn am Freitagmorgen (22. Mai 2026 um 08.42 Uhr) per Mail der Gemeindeverwaltung Fragen, welche die geäusserte Kritik und die vorhandenen Ängste aus dem Quartier aufgreifen. Es erfolgt aus dem Gemeindehaus weder eine Eingangsbestätigung der Medienanfrage noch eine materielle Antwort auf die gestellten Fragen.

 

bn entschliesst sich, an diesem Freitagnachmittag noch vor Büroschluss einen Bericht mit den bisherigen Rechercheergebnissen zu publizieren und darin darauf hinzuweisen, dass man auf eine Stellungnahme aus dem Gemeindehaus warte. Und bei Eintreffen einer solchen sofort ein Update veröffentlichen werde.

 

Keine Reaktion. Das offfizielle Bubikon hat sich ins lange Pfingstwochenende begeben...

 

Affaire à suivre...

 

(bn)

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Goodwill (Samstag, 23 Mai 2026 09:45)

    Was man nicht aus innerer Überzeugung macht, kann man nur mit einem gewissen Aufwand erlernen. Das gilt wohl auch für die Gemeindeverwaltung. Sie sehen sich nicht als Dienstleistungserbringer! Sie vergessen wohl immer wieder, wer ihre Löhne bezahlt und wer sie wählt.
    Die wirklich wohltuenden Worte im Kommunikations- und Partizipationskonzept scheinen reinen Beschwörungscharakter zu haben, finden aber kaum Niederschlag in der Reihen der Gemeindeverwaltung. Die Saat braucht lange bis sie aufgeht! Hoffnung ist weiterhin da, Goodwill von Seiten der Bevölkerung auch...aber irgendwann muss der Vorbildcharakter der Gemeinde für die Bevölkerung besser fass- und erkennbar werden.

  • #2

    Beratersprech (Samstag, 23 Mai 2026 10:34)


    Das Kommunikationskonzept strotzt nur so vor lächerlichen, nichtssagenden und praxisuntauglichen Floskeln in "Beratersprech". Teil davon hätte ja auch das unsägliche neue Kompostlogo werden sollen. Herausgeworfenes Steuergeld, obschon der aktuelle Gemeindepräsident ja gerade in Sachen Kommunikation alles besser zu machen versprochen hatte als seine Vorgängerin...

  • #3

    Stasi? (Samstag, 23 Mai 2026 12:34)

    Wie bitte was steht ganz oben?

    Zitat: "Die öffentliche Meinung (via Medien und Social Media) wird laufend überwacht."
    Soll es zugehen wie in der DDR?

  • #4

    Meldung vom 13.3.2026 (Samstag, 23 Mai 2026 16:12)

    Der Bereich Kommunikation wird durch externe Mandate abgedeckt.

    Tja und bis da irgendwer für teures Geld weis was Sache ist........... oder weiss was uns erzählt werden soll.............. ist die Zeit abgelaufen...............