Unruhe wegen Asylunterkunft in Wolfhauser Einfamilienhausquartier

(Bild: search.ch)
(Bild: search.ch)

 

An der Geissbergstrasse in Wolfhausen will die Gemeinde Bubikon in einem angemieteten Doppelhausteil eine Unterkunft für Asylsuchende, Personen in Notlage oder bei Ausweisungen einrichten. Das hat im Quartier für Unruhe gesorgt, wie buebikernews aus verschiedenen Quellen erfahren hat.

 

In einem zweiseitigen Brief an betroffene Anwohner, der buebikernews vorliegt, schreibt die Gemeindeverwaltung am 21. Mai 2026: «Innert Wochenfrist haben uns verschiedene Fragen zur Anmietung der Liegenschaft an der Geissbergstrasse erreicht. Wir haben uns daher entschieden, die verschiedenen Schreiben in einer Antwort zusammenzufassen. Sie dürfen das Schreiben auch gerne weitergeben...».

 

Die Fragen, die im Quartier und auch bereits auf Social Media kursieren : Hat die private Mietinteressenten mit einem hohen Angebot an die Eigentümer der Liegenschaft überboten? Die Rede ist von einem Mietpreisangebot der Gemeinde zwischen «4000 und 5000 Franken», während private Angebote offenbar bei 3300 Franken lagen. Auch befürchten Nachbarn, dass sich der Wert der Liegenschaften im modernen und schicken Quartier durch die Präsenz einer Asylunterkunft verringern könnte.

 

Und schliesslich wird in Frage gestellt, ob dieser Standort überhaupt noch nötig sei, nachdem sich der Rekurs gegen die geplanten Wohncontainer in Bubikon erledigt hat (buebikernews berichtete) und im leerstehenden, Bubiker Bahnhofgebäude eine temporäre Unterkunft realisiert werden kann. Das Objekt an der Geissbergstrasse soll nach bn-Informationen gleich für fünf Jahre von der Gemeinde angemietet worden sein.

 

Im erwähnten Brief versucht die Sozialabteilung die Gemüter durch Gesprächsangebote zu beschwichtigen, «falls sich im Zusammenleben im Quartier Probleme ergeben, beispielsweise in Bezug auf Verhalten im und ums Haus oder auch in der interkulturellen Verständigung». Die Erfahrungen der Gemeinde in vergleichbaren Fällen, etwa in der ehemaligen Poststelle in Bubikon, würden «zeigen, «dass meist keine der befürchteten negativen Konsequenzen eintreten».

 

Auf eine schriftliche Mail-Anfrage von buebikernews bei der Gemeindeverwaltung zu verschiedenen Punkten ist bis zur Stunde keine Antwort eingetroffen. Sobald eine Stellungnahme vorliegt, werden wir ein Update veröffentlichen.

 

 

(bn)

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Kommentare: 11
  • #1

    Pfarrhaus (Freitag, 22 Mai 2026 16:09)

    Ist das nicht auch wieder frei?

  • #2

    Wer bezahlt bei Wertminderung? (Freitag, 22 Mai 2026 17:27)

    Falls nun ein Haus in der Umgebung der Unterkunft für Asylsuchende verkauft werden möchte, ist mit einer Wertminderung zu rechnen. Wer bezahlt den Besitzern/ Verkäufern den finanziellen Ausgleich?

  • #3

    @Wer bezahlt... (Freitag, 22 Mai 2026 20:05)

    Antwort: keiner!

  • #4

    Komisch (Samstag, 23 Mai 2026 10:43)

    Komisch das einige denken sie seien besser oder anders wie andere. Überall werden Wohnungen gemietet aber in diesem Quartiere soll es nicht gehen. Alles Rassisten.

  • #5

    @Komisch (Sonntag, 24 Mai 2026 13:49)

    Come on! Nur weil jemand, zurecht, Fragezeichen bezüglich dieser Aktion hat, kommen Sie als Gutmensch mit der Rassismuskeule.

  • #6

    Gemeindefinanzen (Sonntag, 24 Mai 2026 17:37)


    Wenn eine Liegenschaft nur noch weit unter dem ursprünglichen Wert verkauft werden kann, leidet auch die Gemeindekasse: Stichwort Grundstückgewinnsteuer....

  • #7

    Falsches Signal (Sonntag, 24 Mai 2026 17:57)

    Wenn man Asylsuchende in neuwertigen Einfamilienhäusern unterbringt, sendet man ein völlig falsches Signal aus. Und man kann Eifersucht oder Neid unter der einheimischen Bevölkerung schüren. Das hat nichts mit Rassismus zu tun, könnte sehr wohl aber Rassismus fördern. Und falls die Gemeinde mehr als auf dem Wohnungsmarkt üblich bezahlt oder bezahlen würde, ist dies nochmals ein falsches Signal. Letztlich zahlen das alles die Steuerzahler. Asylsuchende kommen aus einem völlig anderen Kulturkreis und können schnell zur Schlussfolgerung kommen, dass hier das Geld auf der Strasse herumliegt und man sich einfach nur bedienen kann. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie solche Wohnungen und das Inventar nach kurzer Zeit des Bewohnens durch Asylsuchende aussehen oder aussehen können. Oft muss danach alles auf den Müll....ich weiss es nicht von Bubikon, aber von einer Nachbargemeinde her....@ Komisch: Sie dürfen sich gerne einmal zum Aufräumen und Putzen melden....

  • #8

    Danke (Sonntag, 24 Mai 2026 18:59)

    Danke an @falsches Signal
    Sehr klare und sachliche Worte. Ich teile Ihre Meinung und nein, ich bin nicht rassistisch!

  • #9

    ????????? (Montag, 25 Mai 2026 08:15)

    Es ist nicht mehr normal, wie man unsere Steuergelder verschleudert werden! Und ja ich kann auch bestätigen von einer Nachbargemeinde, wie unsere lieben Schweizer bis spät in die Nacht, den Wohncontainer einrichteten, damit die lieben Asylanten am nächsten Morgen einziehen konnten! Am zweiten Tag lag das ganze Inventar hinter dem Container zertrümmert! Wie kommen sich unsere lieben Einwohner vor, die das ganze eingerichtet haben! Und nein, ich bin auch kein Rassist.

  • #10

    traurig (Montag, 25 Mai 2026 20:25)

    Schade, dass man einem Familie ein zuhause geben möchte, sie in sicherheit leben (endlich) und ihre Kinder in solcheim sicheren und schönen Land aufziehen können & dann stellt sich heraus sie müssen neben Rassisten wohnen. Wir leben im 21 Jahrhundert.. Wie kann es sein das bestimmte personen immer noch nicht hier angekommen sind ?

  • #11

    @traurig (Dienstag, 26 Mai 2026 16:11)

    Was sich Einheimische nicht leisten können, soll nun mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde, eventuell sogar zu nicht marktüblichen Preisen an Asylsuchende weitergegeben werden. Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit einer nicht nachvollziehbaren Praxis des Verwöhnens und ist völlig realitätsfremd. Menschen werden in Notzeiten sehr wohlwollend in der Schweiz aufgenommen. Aber die Ansprüche jener, welche hier Schutz suchen, sind manchmal übertrieben und es fragt sich, ob es sich tatsächlich um Schutzsuchende und nicht allenfalls um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Also solche Menschen, welche in ihrem Land zur Upperclass gehörten. Die ärmeren Leute verbleiben dann im Krisengebiet.