Landstrasse muss so oder so überquert werden

Wie bereits kurz berichtet, hat Hansruedi Hunziker, Präsident des Bühlhof-Vereins, in einer Anfrage gemäss § 51 des Gemeindegesetzes Auskunft über die Anzahl der Landstrassen-Überquerungen nach den verschiedenen Szenarien für den Wolfhauser Bühlhof-Kindergarten verlangt. Schulpräsident Hans Murer präsentierte dazu an der gestrigen Gemeindeversammlung in seiner Antwort folgende Detailzahlen:

 

Ist-Zustand: 7 Kinder müssen heute zum Besuch des Kindergartens im Bühlhof die Landstrasse überqueren.

 

Bei Beihaltung einer Kindergartenklasse (Plan Schulpflege) werden im Schuljahr 2013/14 20 Kinder, im Schuljahr 2014/15 15 bis 17 Kinder und 2015/16 5 bis 7 Kinder die Strasse queren müssen

 

Bei Beibehaltung beider Kindergartenklassen (Vorstellung IG Bühlhof) werden 2013/14 5 Kinder, 2014/15 4 bis 6 Kinder, 2015/16 13 bis 15 Kindr und 2016/17 12 bis 14 Kinder die Strasse passieren müssen

 

Bei Aufhebung des Kindergartens (ursprünglicher Plan Schulpflege) wären es 2013/14 38 Kinder, 2014/15 36 Kinder und 2015/16 26 Kinder gewesen.

 

Schulpräsident Hans Murer verneinte aufgrund dieser Zahlen, dass eine Beibehaltung beider Kindergartenklassen, wie dies die IG verlangt, zu weniger Überquerungen führen würde. Wie bereits früher berichtet, soll die Sicherheit der Kinder durch den Einsatz von so genannten "Pedibussen", erwachsenen Begleitpersonen, gewährleistet werden.

 

Die Antwort von Hans Murer konnte an der Gemeindeversammlung aus gesetzlichen Gründen nicht diskutiert werden. Zuvor war der umstrittene Bühlhof-Kindergarten aber verschiedentlich ein Thema, namentlich bei der Behandlung zur Vorlage Klassenassistenzen. Dabei zeigte sich, dass die Oppositionsfront gegen die Schulpflege keinswegs geschlossen ist: Einige Unterstützer der Petition gegen die Schliessung des Bühlhof-Kindergartens outeten sich als vehemente Befürworter der Klassenassistenz-Vorlage und bedauerten es, dass andere eine Verbindung zwischen diesen beiden Themen herstellten. Im Fall Bühlhof argumentiere man mit dem Kindesinteresse, meinte ein Votant, aber bei der Klassenassistenz-Vorlage handle man gegen die Interessen der Kinder.

 

In den Abstimmungen zum Rückweisungsantrag und zur Vorlage insgesamt erreichten die Gegner aus diesem Grund lediglich 27 Stimmen. 6 beziehungsweise 8 Personen enthielten sich der Stimme. Gegen die Vorlage hatten sich im Vorfeld die SVP und die EDU ausgesprochen.

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