Bubikon ohne Dichtestress, aber mit Genderformen

(Screenshot: google.ch/books
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Bubikon vor über 170 Jahren: Das war ein noch ländliches Idyll mit ersten, auch negativen, Spuren der Industrialisierung. 1591 Einwohner vermerkte Chronist Friedrich Vogel in den «Memorabilia Tigurina» für das Jahr 1850, nur acht Nasen mehr als 1836. 984 waren Gemeindebürger, 543 immerhin Kantonsbürger, 49 Seelen aus der übrigen Schweiz und lediglich 15 Ausländer.

 

Fast schon modern muten einzelne «Genderformulierungen» im Bericht an: Da ist von einer «zahlreichen Landbau treibenden Bevölkerung» die Rede, und sogar von einer «Anzahl Weiberei Treibenden». In der Tat sassen damals vor allem auch Frauen an den Webstühlen.

 

1845 bis 1847 herrschte  offenbar Hunger und Armut. Da half ein Legat von 3'000 fl. (Gulden) der Industriellenfamilie Honegger vom Kämmoos zur Stiftung eines «Hülfsfonds für allgemeine Noth und grössere Unglücksfälle»... Den Schweizer Franken gab es erst ab 1850. Ein Zürcher Gulden galt bei der Währungsreform 2,33 neue Franken. Die heutige Kaufkraft der Honeggerschen Stiftung dürfte gegen 200'000 Franken betragen haben.

 

(bn)

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