Kommentar. Die aktuelle Führungsriege im Gemeindehaus ist 2022 angetreten mit dem Versprechen, in Sachen Kommunikation alles besser zu machen als ihre Vorgänger. «Bubikon hat genug von leeren Versprechen», frohlockte damals, am Wahltag, der in Wolfhausen wohnhafte Chefredaktor des «Zürcher Oberländers».
Nun, wie voll war dieses neue Versprechen der neuen Verantwortlichen tatsächlich? Regelmässig sattfindende Infoabende zu diesem oder jenem – immer mit Apéro – können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mit der Kommunikation aus dem Gemeindehaus auch vier Jahre später nicht zum Besten bestellt ist. Trotz eines 17-seitigen Kommmunikationskonzepts, das vor rund einem Jahr in Kraft gesetzt wurde.
Wichtige – kontroverse – Informationen werden bevorzugt an Freitagnachmittagen rausgehauen, zu einem Zeitpunkt, da zumindest die Printmedien kaum mehr reagieren und schon gar nicht nachfragen und weitere Recherchen tätigen können. Jüngstes Beispeil: der Newsletter vom vergangenen Freitag. Gleich zwei brisante Themen wurden darin angetippt: Dass der Bubiker Bahnhof zur provisorischen Asylunterkunft werden soll, und dass im Engelhölzli an der Grenze zu Bubikon eine gigantische Biogasanlage geplant sei, die auch Heizenergie für Bubikon liefern soll.
Das einzige Medium, das bis zur Stunde auf die News reagiert hat (reagieren konnte), war buebikernews. Besonders zum Asyl-Bahnhof wird in unserem Kommentarfeld seither eifrig diskutiert. Auch der designierte RPK-Präsident Emanuel Armbruster hat Kommentare abgesetzt, in welchen er verdankenswerterweise wichtige Informationen nachreichte, die in der offiziellen Kommunikation der Gemeinde fehlten. Namentlich, dass die Notlösung im Bahnhofgebäude eine Folge davon sei, dass die Erstellung der 2024 bewilligten Wohncontainer neben dem Gemeindehaus durch Einsprachen blockiert sei.
Für mediale Nachfragen hiezu – von wem stammen diese Einsprachen, wie ist der Verfahrensstand, wie der Zeithorizont der Behandlung? – gab es dann auch für buebikernews aus dem Gemeindehaus keine Antworten: Aus den Osterferien meldete sich ein Autoreply von Gemeindeschreiber Urs Tanner, Mails würden bis zum 8. April «aus Datenschutzgründen weder weitergeleitet noch gelesen».
Probleme, so scheint es zumindest – werden «gelöst», indem man teure Beraterstäbe teure Konzepte erstellen lässt. Deren Umsetzung ist dann irgendwie Nebensache...
Thomas Illi, Redaktionsleiter buebikernews


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Schlaumeierei (Montag, 30 März 2026 22:16)
Die Kommunikation soll ja ausgelagert werden. Dann sagen uns teure auswärtige "Profis" was Sache ist.................wissen die dann überhaupt Bescheid für das viele Geld das sie uns kosten?
Das tönt doch alles sehr nach Hochschule St. Gallen von unserem Präsidenten. Alles muss gut tönen was es kostet ist egal.
Aber, aber Herr Präsident wir sind mindestens so schlau wie Sie! Also lassen Sie bitte alle teuren Übungen und Täuschungen mit Beratern etc. wir merken es sowieso.
Lieber ehrliche schlechte Nachrichten als schöne teure Lügen, nur so könnte vielleicht wieder etwas Vertrauen gewonnen werden.