Bubiker Verwaltung wird «organisatorisch gestärkt»

(Bild: buebikernews)
(Bild: buebikernews)


Die Gemeinde Bubikon stellt die Weichen für die Zukunft: Mit «klarer Rollentrennung zwischen Politik und Verwaltung, gestärkten Schlüsselbereichen und effizienteren Kommissionen» reagiert die Gemeinde laut einer Medienmitteilung vom Freitag (13. März 2026) auf Digitalisierung, Fachkräftemangel und wachsende Komplexität der Aufgaben.


Die Herausforderungen für Gemeinden sind laut Mitteilung zahlreich: digitale Transformation, Fachkräftemangel, Sicherstellung der Servicequalität sowie zunehmend komplexe Rahmenbedingungen und Vorgaben hätten entsprechende Konsequenzen für Organisation und Arbeitsweise.

 

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat gemeinsam mit den Abteilungsleiterinnen und -leitern und mit Unterstützung einer externen Fachbegleitung die Organisation der Gemeinde Bubikon überprüft und weiterentwickelt. Wichtige Ergebnisse in der Schärfung der Rollen des Gemeinderats als politstrategisches Gremium und der Gemeindeverwaltung als operative Organisationseinheit seien:

  • eine klarere Trennung von strategischen und operativen Aufgaben,
  • die Stärkung wichtiger Bereiche wie ICT, Personalentwicklung, Kommunikation und Immobilien sowie
  • die Trennung der Funktionen der Verwaltungsleitung und des Gemeindeschreibers.

Aus diesem Grund wird die bestehende Personalunion von Verwaltungsleitung, Gemeindeschreiber und Abteilungsleitung Präsidiales und Kultur aufgelöst. Diese Rollenentflechtung stärke die operative Führung und lege «einen stärkeren Fokus auf abteilungsübergreifenden Entwicklungsthemen der Gemeinde.»


Mit der – bereits realisierten – Reduktion der Schulpflege auf fünf Mitglieder und der – bereits erfolgten – Anstellung einer Leiterin Bildung soll laut Mitteilung auch die Schule künftig operative und strategische Aufgaben besser trennen können.


Des Weiteren wurden die Schnittstellen zwischen den Zuständigkeitsbereichen überprüft, geklärt und soweit möglich vereinfacht.


Stärkung wichtiger Bereiche

 


Angesichts des Fachkräftemangels gewinnt die Rekrutierung und Entwicklung von Mitarbeitenden zunehmend an Bedeutung, schreibt der Gemeinderat weiter. Gleichzeitig haben sich die Entwicklungen im Bereich der digitalen Transformation in den letzten Jahren stark beschleunigt. So bestünden auch auf kantonaler Ebene Bestrebungen, «einen durchgängigen und medienbruchfreien elektronischen Geschäftsverkehr zwischen Privaten und öffentlichen Organen zu ermöglichen (Projekt DigiLex)».


Damit die Gemeinde Bubikon den steigenden Anforderungen in diesen zentralen Themenfeldern gerecht werden kann, sollen die Strukturen in den Bereichen Personal (HR) sowie ICT und Datenschutz gestärkt und in einer neuen Stabsabteilung zusammengefasst werden. Der Bereich Kommunikation wird durch externe Mandate abgedeckt.

Bereits gestärkt wurden auch die Bereiche Immobilien sowie Umwelt und Energie. Erster Bereich steht mit dem Schul- und Sportprojekt vor grossen Herausforderungen und soll personell ausgebaut werden. Umwelt- und Energiethemen werden neu durch eine Fachperson betreut, welche in der Abteilung Hochbau und Planung angesiedelt ist.


Effizienzsteigerungen in den Kommissionen


Ebenfalls wurden die bestehenden Kommissionen wie die Baukommissionen, die Finanzkommission oder die Natur- und Landschaftskommission einer Überprüfung bezüglich Effektivität und Effizienz unterzogen. Als Konsequenz sollen die beiden Baukommissionen zusammengelegt werden, und die Finanzkommission wird aufgehoben. «Der Gemeinderat möchte einerseits die strategische Verantwortung im Bereich Finanzen aufgrund der geplanten hohen Investitionen direkt wahrnehmen und andererseits die rein operativen Fragen der Verwaltung übergeben.»


Darüber hinaus soll die Anzahl Mitglieder der weiteren Gremien auf eine zweckmässige Zahl reduziert werden.


(pd/bn)

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Kommentare: 6
  • #1

    Schwurbel (Freitag, 13 März 2026 15:29)


    Echt jetzt? Für jeden Hafenkäse wird ein Infoabend – selbverständlich mit Apéro – organisiert, aber eine umfassende Reorganisation der Gemeindeverwaltung wird dem Volk am Freitagnachmittag kurz vor Feierabend mit einer Medienmitteilung voller Berater-Geschwurbel um die Ohren gehauen.

  • #2

    Stimmbürger (Freitag, 13 März 2026 17:48)

    Und das eine Woche nach den Wahlen! Kommunikation geht anders. Aber in Zukunft wird es sicher besser, da die Kommunikation ausgelagert wird (haha)

  • #3

    Gehts noch? (Freitag, 13 März 2026 18:44)

    Zitat: Der Bereich Kommunikation wird durch externe Mandate abgedeckt.

    Entweder ist die Kommunikation war und ehrlich oder man kann sie vergessen wenn uns nur serviert wird was schön ist und passt. Und das nach den Wahlen, das ist Taktik pur!
    Wir brauchen kein teures Kommunikationsgelaber, das kennen wir seit 2018 und es funktioniert nicht.

  • #4

    Richtig verstehen (Samstag, 14 März 2026 09:31)

    «Der Gemeinderat möchte einerseits die strategische Verantwortung im Bereich Finanzen aufgrund der geplanten hohen Investitionen direkt wahrnehmen und andererseits die rein operativen Fragen der Verwaltung übergeben.»

    Das heisst der Präsident möchte noch mehr Macht im Finanzbereich, aber nur weil die Politik keine Verantwortung tragen muss.

  • #5

    Michi (Samstag, 14 März 2026 16:16)

    Komplex ist das Ganze vor allem wegen den unzähligen Vorschriften, Reglemente, Bürokratie und Verbote. Das drosselt die Wirtschaft. Da macht unsere FTP herzlich wenig dagegen. Schade.

  • #6

    Richtig verstehen (Samstag, 14 März 2026 19:03)

    Da muss man schauen wo die Leute arbeiten oder gearbeitet haben, von der FDP keine Person in der richtigen Privatwirtschaft.