Ein Warnzeichen gegen ungebremstes Waschstum

(Grafik: zh.ch)
(Grafik: zh.ch)

 

Kommentar. Die Grafik zeigt es relativ deutlich: Je ländlicher und ruraler die Regionen im Kanton Zürich, desto deutlicher war die Zustimmung zur «Nachhaltigkeitsinitiative», je urbaner, desto klarer die Ablehnung. Im Bezirk Hinwil haben – mit Ausnahme von Wetzikon, Seegräben und Rüti – alle Gemeinden die Inititiave angenommen, von knapp (Bubikon: 50,79%) bis seher deutlich (Fischenthal: 73.03%).

 

Gibt es einen innerkantonalen Stadt-Land-Graben, und wenn ja, geht es dabei wirklich um Fremdenfeindlichkeit? Oder geht es um die Sehnsucht nach vertrauten, aber «altmodischen» Werten wie unversehrter Natur oder stiller und gutnachbarschaftlicher Dörflichkeit?

 

Sicher ist: Die Welt hat sich seit Eröffnung der S-Bahn auch im Oberland verändert. Diese einst «heile» Oberländer Welt ist verstädterter, lauter, teurer und teilweise auch ungemütlicher geworden. Und diese Entwicklung wird sich fortsetzen.

 

Denn das Rad der Zeit lässt sich nicht anhalten oder gar zurückdrehen. Als ein Warnzeichen gegen die negativen Auswirkungen eines ungebremsten Wachstums darf und muss das Abstimmungsresultat aber dennoch verstanden werden.

 

(bn)

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