Die Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon haben sich darauf verständigt, dass die Differenz von 3,12 Millionen Franken zur geplanten Kapitalerhöhung
mittels Zusatzkrediten ausgeglichen werden soll. Entsprechende Kreditvorlagen sind laut einer Medienmitteilung vom Freitag (20. März 2026) in Vorbereitung und sollen im Juni dieses Jahres zur
Abstimmung kommen.
Am 30. November 2025 haben die Stimmberechtigten der Aktionärsgemeinden über die notwendige Kapitalerhöhung von insgesamt 50 Millionen Franken zur Sanierung der GZO
AG Spital Wetzikon befunden. In 11 von 12 Gemeinden – in allen ausser in Bubikon – wurde die Vorlage angenommen. Der Gesamtanteil der Ja-Stimmen lag bei über 70
Prozent.
Weil die Gemeinde Bubikon ihre Beteiligung an der Kapitalerhöhung abgelehnt hatte, beträgt das vom Stimmvolk gesprochene neue Kapital aktuell nur 46,88
Millionen Franken. In der Zwischenzeit haben sich die 11 verbleibenden Aktionärsgemeinden darauf verständigt, die Differenz von 3,12 Millionen Franken mittels
Zusatzkrediten auszugleichen, damit die im Sanierungskonzept definierte Anschubfinanzierung von 50 Millionen Franken erreicht wird.
«Klares Bekenntnis zum Erhalt des Spitals Wetzikon»
«Die Aktionärsgemeinden werten die Zustimmung ihrer Stimmbevölkerung zur Kapitalerhöhung als ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Spitals Wetzikon als wichtiges
Zentrum für die Grund- und Notfallversorg in der Region», schreiben die Gemeinden in ihrer Mitteilung: «Sie erachten es deshalb als folgerichtig, sich gemäss ihren Aktienanteilen am
Differenzbetrag zu beteiligen, welcher durch den Ausfall der Gemeinde Bubikon entstanden ist.»
Die genaue Höhe der Zusatzkredite in den einzelnen Aktionärsgemeinden stehe allerdings noch nicht fest. «Um eine erneute Differenz
durch eine allfällige Ablehnung der Vorlage in einer Gemeinde auszugleichen, können die beantragten Kredite höher ausfallen, als es durch den Aktienanteil an den fehlenden 3,12 Millionen
vorgegeben ist.» Sämtliche Kredite würden als «Kostendach» formuliert, sodass in jedem Fall nur so viel Steuergeld ausbezahlt werde, wie zum Erreichen der ursprünglich definierten Kapitalerhöhung
von 50 Millionen notwendig sei.
Kreditvorlagen sind in Ausarbeitung
Aktuell seien alle Exekutiven der 11 verbliebenen Aktionärsgemeinden dabei, den genauen Kreditrahmen für ihre Gemeinde zu definieren und eine entsprechende
Kreditvorlage auszuarbeiten, heisst es. In Fischenthal und Seegräben liegt der Zusatzkredit in der Kompetenz des Gemeinderats, alle anderen Gemeinden werden den Kredit ihrer
Gemeindeversammlung im Juni dieses Jahres vorlegen. In der Stadt Wetzikon entscheidet das Parlament.
Spätestens Mitte April 2026 werden die 11 verbliebenen Aktionärsgemeinden laut Mitteilung die genaue Höhe der Kreditvorlagen in den einzelnen Gemeinden bekannt
geben können. (pd/bn)


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Leser (Freitag, 20 März 2026 12:04)
Und das nur weil die Bubiker klemmen und dem Gemeinderat die Gesundheitsversorgung seiner Bevölkerung egal ist.
Damals war die FDP für die Spital AG, dann hat niemand hingeschaut und wenn es daneben geht wollen die Politker nicht hinstehen.
Schandfleck (Freitag, 20 März 2026 14:58)
Das von den bürgerlichen Gemeinderäten und RPK-Mitgliedern gespushte Bubiker Nein zur GZO-Sanierung ist ein Schandfleck in der Geschichte unserer Gemeinde. Leider hat es Bubikon verpasst, den betreffenden Behörden bei den Wahlen einen Denkzettel zu verpassen. Eine der reichsten Gemeinden im Oberland zeigt sich gegenüber den Nachbarn unsolidarisch und egoistisch. Einfach zum Fremdschämen!
EASY (Freitag, 20 März 2026 16:22)
Bubikon ist dafür Energiestadt, darum ist es nachts stockdunkel und wir haben immerhin eine Infoveranstaltung zum Gartenjahr. Das ist ja auch was. Da reicht es leider für das GZO nicht mehr.
Stimmbürger (Freitag, 20 März 2026 18:33)
Peinlich für unsere ‚tolle‘ Gemeinde.
Vielleicht sollte das GZO Patienten aus unserer schönen Gemeinde künftig abweisen!
Leser (Freitag, 20 März 2026 19:50)
Ich glaube kaum ob alle Gemeinderatsmitglieder hinter solchen Entscheiden stehen.
Eher der Präsident mit seinen Anhängern ist das Problem. 3 FDP und ein Hosenscheisser dazu sind die Mehrheit.
GZO Kritiker (Samstag, 21 März 2026 10:13)
Bubikon hatte schon recht und den GZO Kredit abzulehnen. Hoffentlich lehnen weitere Gemeinden die zusatzfinanzierung ab. Das GZO wird sich als Fass ohne Boden beweisen.
Steuerzahler (Samstag, 21 März 2026 11:49)
@GZO Kritiker
Wäre es den GZO Gegner gelungen, eine Alternative aufzuzeigen, könnte ich Ihnen zustimmen. Leider war und ist das nicht der Fall!
Leser (Samstag, 21 März 2026 12:01)
Hinterher hat der Wetziker Gemeindepräsident erwähnt vom Kanton keine Antwort zu haben wo für das GZO Ersatz vorhanden sein soll.
Gesundheitsdirektorin Rickli SVP und der ganze Regierungsrat haben bis heute keine Antwort wo die Patienten behandelt werden sollen wenn das GZO geschlossen wird.
Also weg mit dem Regierungsrat wenn er nicht für die Gesundheitsversorgung da ist.