Welche Überraschungen bringt der Wahlsonntag in Bubikon?

(Bild: ChatGPT/bn)
(Bild: ChatGPT/bn)

 

Leitartikel. Am Sonntag (8.März 2026) endet ein eher müder, um nicht zu sagen langweiliger «Wahlkampf» in Bubikon. Bei jenen Behörden, die mit vorgedruckten Wahlzetteln erneuert werden (Schulpflege und Sozialbehörde), ist kaum mit Unvorhergesehenem zu rechnen, weil hier nicht mehr Kandidierende als zu vergebende Sitze im Rennen sind.

 

Etwas spannender sieht es bei der Rechnungsprüfungskommission aus, wo leere Wahlzettel zum Einsatz kommen: Die beiden wiederkandidierenden Bisherigen scheinen ungefährdet, aber für einen Sitz in der RPK (5 Sitze) bewerben sich nicht weniger als vier neue Kandidaten, und  wer davon nebst den Bisherigen den Sprung in die Behörde schafft, scheint offen.

 

Auch beim Gemeinderat gibt es eine «Kampfwahl» mit leeren Wahlzetteln: Es kandidieren alle sechs Bisherigen, aber mit Silas Muggli hat die JUSO ihren Kantonalpräsidenten ins Rennen geschickt. Hier darf man gespannt, welches Wählerpotential der junge Wolfhauser, der im Dorf im Rahmen seines Studiums auch schon als Lehrperson tätig war, erschliessen kann. Er wird von der lokalen SP unterstützt und hat in seinem vorwiegend über Social Media (Instagram) geführten Wahlkampf junge, linke Wählerinnen und Wähler der Generation Z angesprochen – ein Segment, das im aktuellen Gemeinderat kaum abgebildet ist.

 

Dass es in der Exekutive zu einer direkten Abwahl kommen könnte wie vor vier Jahren, scheint zwar eher unwahrscheinlich. Es wird unter den Bisherigen auf einen «Schönheitswettbewerb» hinauslaufen: Wer steht diesmal vorne in der Rangliste, wer am Schluss? 2022 lautete die Reihenfolge nach Stimmen so: Hans-Christian Angele, Reto Frey, Martin Kurt, Susanne Berchtold, Severin Länzlinger, Seraina Billeter. Auf der Website der Gemeinde sind die offiziellen Wahlresultate vom 27. März 2022 seltsamerweise verschwunden...

 

Die Frage bleibt aber offen, ob in der vorliegenden Konstellation alle Bisherigen am Sonntag das absolute Mehr schaffen: Auch in der zurückliegenden Legislatur gab es immer wieder Kritik, teilweise sogar lautstark: Zu erinnern ist vor allem an den Megaflop mit dem neuen Gemeinde-Logo (Stichwort Komposthaufen), welches der Gemeinderat dem Volk – zunächst ohne Mitwirkungsmöglichkeit – aufs Auge drücken wollte. Auch die sperrige und für viele Bubikerinnen und Wolfhauser befremdliche Haltung zur GZO-Kapitalerhöhung dürfte im Wahlresultat ihren Niederschlag finden.

 

Die Kombination dieser Elemente könnte durchaus zur Folge haben, dass im Juni ein zweiter Wahlgang nötig wird. Das wäre dann wirklich eine Überraschung.

 

Thomas Illi, Redaktionsleiter buebikernews

 

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Wahlveranstaltung? (Donnerstag, 05 März 2026 11:33)

    Statt einer Wahlveranstaltung mit Information und Fragerunde vor den Wahlen gibt es gleich danach einen Apero!

  • #2

    Scharf beobachtet (Donnerstag, 05 März 2026 11:39)


    @Wahlveranstaltung

    Sie haben völlig recht! Die geplante Wahlveranstaltung vor den Wahlen wurde als "unnötig" abgesagt, dafür soll jetzt eine weitere pompöse Apéro-Sause nach Bubiker Art über die Geissbergbühne gehen. Noch haben es die Wähler in der Hand, den Spass zu verderben...

  • #3

    Wahlveranstaltung? (Donnerstag, 05 März 2026 13:28)

    Ja klar, dem sagt man Strategie, wer mitmacht ist selber schuld.

  • #4

    Wo die Sonne lacht (Donnerstag, 05 März 2026 18:21)

    Die Wahlveranstaltung wurde in Absprache aller Ortparteien aufgrund mangelnder Kandidaturen abgesagt. Sie können sich diesbezüglich also gerne bei ihrer Partei intern melden.
    Das Apéro am Wahlsonntag hat lange Tradition und ist daher weder etwas Neues noch eine Strategie.
    Statt immer nur die Tastaturhelden*innen zu spielen, dürfte man sich gerne auch mal aktiv in einer Partei oder mit einer Kadidatur engagieren und direkt Einfluss auf das ach so schlimme Verhalten der gewählten Voklsvertretenden zu haben.