Kommentar. Vor etwas mehr als zehn Jahren wurde das gesamte Bahnhofareal neu und modern gestaltet und mit einem aktuellen Beleuchtungskonzept versehen. Denn schliesslich sollen gerade der Bahnhof und seine weitere Umgebung mit der Dorfstrasse hinauf zum alten Dorfkern eine Visitenkarte darstellen: Wer hier ankommt, soll sofort einen positiven Eindruck vom Ort, von der Gemeinde erhalten.
Mit der angestrebten Belebung des Quartiers wurden zweifellos Erfolge erzielt: Der Coop-Supermarkt mit sehr liberalen Öffnungszeiten, das Café Stellwerk, die Apodro-Drogerie und der neue Avec-Laden im Bahnhofgebäude bieten attraktive Angebote für Passanten und Einheimische. Und bald schon soll an der Ritterhausstrasse ein Familiencafé dazukommen.
Allerdings überschatten auch Rückschläge die Bilanz. Das «Bahnhöfli», einst beliebte Dorfbeiz zum Essen und zum Feiern in grösserem Kreis, fristet seit einigen Jahren ein eher trübseliges Dasein mit Schliessungen und Zwischennutzungen. Die «Rampe» auf der anderen Seite der Geleise ist ganz verschwunden. Die einstige Postfiliale ist im Volg noch ein Agentur-Platz – wie auch jene im Zentrum von Wolfhausen. Und jetzt gehen auch noch bei der Bank Avera die Lichter aus. Vielleicht bleibt vom einstigen Bankenplatz Bubikon noch ein Geldautomat, aber nicht mal das scheint in der immer bargeldloseren Zeit sicher.
Wird Bubikon definitiv zur Schlafgemeinde für zugezogene Bessersituierte – ohne jene Infrastruktur, die ein lebendiges Dorf ausmacht? Das moderne Bild, welches das Bahnhofareal trotz allem bei Tageslicht bietet, kann manchmal, bei Nacht und Nebel, schon recht unheimlich und gruselig wirken. Trotz der LED-Beleuchtung. Wer spät abends von der S-Bahn kommt, ist froh, wenn er nicht allzu lange auf den Bus warten muss....
(bn)


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Tragisch (Donnerstag, 19 Februar 2026 13:25)
Wer am Samstagmorgen um 1:45 mit der Nacht S-Bahn nach Hause kommt, muss sich auf dem Stockfinsteren Bahnhofsareal zurechtfinden. Einfach dürftig und ein Paradies für Fahrraddiebe.