
In einem Artikel im gedrucktem «Zürcher Oberländer» vom Samstag (7. Februar 2026) hat Michael Kaspar, Chefredaktor der Wetziker Zeitung, unter dem Titel «So wählen Sie richtig», behauptet, dass Gemeinderäte oder Schulpflegen «nach dem Proporzwahlsysetm gewählt» würden, und dass dies es «den Stimmberechtigen erlaube, ihre Stimmen gezielt zu verteilen – durch kumulieren oder panaschieren.» In einem ausführlichen Beispiel wurde im Artikel dargelegt, wie für einen siebenköpfigen Gemeinderat gewählt werden könne (siehe Screenshot oben).
Das war – mit Verlaub, Herr Chefredaktor – blanker Unsinn. Gerade das Gegenteil trifft zu: Exekutiven wie Gemeinderäte oder Schulpflegen werden, im Gegensatz zu Wahlen in Legislativen (Parlamente), nach dem Majorzwahlsystem (Mehrheitswahlsystem) gewählt. Bei diesem Wahlsystem dürfen Kandidaten nicht doppelt aufgeführt werden, und es dürfen auch keine «Namen verschiedener Listen gemischt» werden.
Inzwischen hat ZO-Chefredaktor Michael Kaspar den Fehler bemerkt und in der Online-Version geändert. «In einer früheren Version dieses Artikels stand in der Box fälschlicherweise, dass Poltische Behörden wie Gemeinderäte oder Schulpflegen nach dem Proporzsystem gewählt werden. Sie werden jedoch im Majorzsystem gewählt», heisst es nun.
(bn)

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Qualitätsjournalismus (Samstag, 07 Februar 2026 17:58)
Und bei nächster Gelegenheit behauptet der ZO-Kaspar wieder, dass Qualitätsjournalismus halt nicht gratis sei...
Es darf gelacht werden (Samstag, 07 Februar 2026 23:23)
Tra tra tralala, der Kasparli ist wieder da!