Als ein Bubiker Weiler – vielleicht – ein eigenes Adelsgeschlecht hatte

(Bild: Ortschronik Bubikon – Wolfhausen / Zwei Dörfer, eine Gemeinde)
(Bild: Ortschronik Bubikon – Wolfhausen / Zwei Dörfer, eine Gemeinde)

 

Berlikon südlich von Wolfhausen ist der wohl älteste Weiler in der Gemeinde Bubikon. Dies belegen urkundliche Erwähnungen, die noch wesentlich früher erfolgt sind als jene für «Puapinchova», also Bubikon (811), nämlich bereits 774.

 

Vor allem im geschichtseifrigen 19. Jahrhundert wollte einige Lokalhistoriker in den Urkunden auch Hinweise auf ein Adelsgeschlecht «von Berlikon» gefunden haben, möglicherweise sogar auf eine – längst abgegangene – Burg. Verbürgt ist jedenfalls ein Friedrich von Berlikon, der 1332 als Zeuge in einem Kaufbrief des Klosters Rüti um den Zehnten von Eschenbach auftaucht. 1290 war zudem ein Rudolf von Berlikon im Jahrzeitenbuch von Zürich erwähnt. Auch in den Stadtzürcher Steuerrödeln finden sich mehrere Hinweise auf den Namen.

 

Diesem Geschlecht wird auch ein Adelswappen zugeschrieben, das noch bis ins 17. Jahrhundert als Ortswappen des Weilers Berikon aufscheint, und zwar auf den Grüninger Amtsscheiben von 1587 und 1598 sowie auf Konrad Gygers Kantonskarte von 1667.

 

Die Existenz einer – vom Chronisten Stumpf erwähnten – Burg derer von Berlikon wurde allerdings schon im 19. Jahrhundert mehrheitlich angezweifelt. (bn)

 

(Bild: Google Digitalisierung)
(Bild: Google Digitalisierung)

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Kommentare: 1
  • #1

    B.J. (Mittwoch, 14 Januar 2026 12:18)

    Ein stilsicheres Wappen! Wäre allenfalls als neues Wappen von Bubikon durchgegangen.