Bubikon will am Hombergchropf 1000 m2 Wald roden!

 

Kaum ist klar, dass am Hombergchropf in Bubikon keine gigantische Windkraftanlage gebaut wird, will Bubikon hier fast 1000 m2 Wald roden! Dies geht aus Publikationen im Amtsblatt vom Freitag (9. Januar 2026) hervor. 

 

Grund für das Vorhaben ist die Erneuerung einer Reservoirableitung. Sie bedinge die «temporäre Rodung von 985 m2 Wald». Nach der Bauausführung werde die gerodete Waldfläche an Ort und Stelle (Kat.-Nrn. 4018, 4106, 4108, 4109, 4014) wieder aufgeforstet.

Die Schonung des Waldgebietes am Homberg war eines der wichtigsten Argumente auch der Gemeinde Bubikon im Kampf gegen die Windanlage: «Der Hombergchropf stellt einen der grösseren zusammenhängenden Wälder der Gemeinde Bubikon dar», schrieb der Gemeinderat 2024 in einem Gemeinderatsbeschluss zum Windrad-Projekt: «Bubikon ist im Kanton Zürich bereits die Gemeinde mit dem kleinsten Waldanteil (L3 %) seiner Gesamtfläche. Die Waldrodung von ca. 8'000 m2 Wald trägt zu einer weiteren Reduktion des sonst schon geringen Waldanteils bei.» 

 

(bn)    

 

(Bilder: buebikernews/GIS Browser)         

              

Die Publikationen im Amtsblatt

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Rodung in Bubikon
KA-ZH02-0000001172.pdf
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Bauprojekt Reservoirableitung
BP-ZH01-0000057753.pdf
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Kommentare: 6
  • #1

    Unglaublich (Freitag, 09 Januar 2026 08:26)

    Politik ist auch in Bubikon ein Drecksgeschäft

  • #2

    Frage an BN (Freitag, 09 Januar 2026 11:57)

    Hallo Zusammen, ich versteh nicht, weshalb das mit Ausrufezeichen und so reisserisch daherkommen muss!?
    Es geht um eine Reservoirableitung also um unsere Trinkwasserversorgung. Das ist doch nicht das selbe wie ein Windrad…..
    Da das Reservoir im Wald liegt wird das nicht ohne Rodung gehen, die 1000m2 sind auch keine grosse Fläche, wenn man das bedenkt. Zu dem wird es wieder aufgeforstet.

  • #3

    Antwort von bn (Freitag, 09 Januar 2026 13:09)


    @Frage an BN

    Das Ausrufezeichen drückt Überraschung aus. Bei der Windrad-Argumentation (siehe Artikel) war nie die Rede davon, dass dort ohnehin Wald gerodet werden muss.

    Wie lange eine Aufforstung dauert, bis der Wald wieder so aussieht wie vorher, wissen Sie vermutlich auch.

  • #4

    Tunnel (Freitag, 09 Januar 2026 17:34)

    Ich verstehe die Aufregung nicht, irgendwie muss die Leitung ja erneuert werden. Oder gibt es Freiwillige die von Hand einen Tunnel graben wollen um die Bäume zu erhalten?

  • #5

    Unredlich (Freitag, 09 Januar 2026 18:03)

    @Tunnel

    Ich für meinen Teil finde es schon unredlich vom Gemeinderat, das Wald-Argument gegen das Windrad ins Feld zu führen, obwohl man im Gemeindehaus sicher schon lange weiss, dass die Leitung neu gebaut werden muss und dass dafür Wald geopfert werden muss. Es gab in Bubikon ja auch Befürworter der Winkraftanlage....

  • #6

    Ohne Trinkwasser (Freitag, 09 Januar 2026 22:37)

    Alle die jetzt so erstaunt sind (oder Tun), sind es noch mehr, wenn eines Tages kein Wasser mehr aus der Röhre kommt. Sowas ist nun wirklich kaum zu verstehen und tatsächlich unredlich! (das Ausrufezeichen drückt auch Erstaunen aus)