Briefkastenanlage von Böllerinitiantin gesprengt

(Screenshot: zueriunterland24.ch)
(Screenshot: zueriunterland24.ch)

 

In Bubikon haben einzelne Feuerwerks-«Fans» in – teilweise grenzwertigen – anonymen Leserkommentaren sich darüber ereifert, dass buebikernews die schreckliche Tragödie von Crans-Montana in einem Leitartikel in den – tatsächlich bestehenden – Kontext der Feuerwerks-Diskussion stellte.

 

Derweil ist aus dem Zürcher Unterland über einen gravierenden Vorfall zu berichten: In Freienstein-Teufen wurde um 1.30 Uhr in der Silvesternacht die Briefastenanlage der lokalen Feuerwerksverbot-Initiantin durch Feuerwerk gesprengt, wie die Plattform zueriunterland24.ch berichtet. Der Anschlag ereignete sich mithin praktisch zu selben Zeit, als im Wallis fahrlässiger Umgang mit Pyrotechnik an einem katastrophalen Geschehen beteiligt war.

 

«Der Sachschaden liegt im mindestens vierstelligen Bereich – alle zwölf Briefkästen müssen ersetzt werden», schreibt zueriunterland24.ch zum Fall Freienstein-Teufen: «Eine bedenkliche, mutwillige Sachbeschädigung und ein klarer Angriff auf fremdes Eigentum, welche im Vorliegenden speziellen Fall sogar als persönlicher Angriff zu werten ist.»

 

In Freuenstein-Teufen war die Initiative für ein ganzjähriges Feuerwerksvervot nach Bubiker Vorbild am 28. September 2025 vom Volk mit 584 Ja gegen 451 Nein angenommen worden. Das Volksbegehren war von der Initiantin und 115 weiteren Stimmberechtigten eingereicht worden.

 

(bn)

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Kommentare: 6
  • #1

    t.s. (Samstag, 03 Januar 2026 12:21)

    Das zeigt, wie niveaulos sich manche Böllerfreunde verhalten. Demokratisch gefällte Gemeindeentscheide werden von einigen offenbar nicht akzeptiert – von Fairness ganz zu schweigen.

    Böllern ist längst nicht mehr zeitgemäss: Zweimal jährlich werden empfindliche Menschen und Tiere unnötig aufgeschreckt, zusätzlich wird die Umwelt belastet.

    Was viele verdrängen: 70–90 % der weltweit verkauften Feuerwerkskörper stammen aus Ländern wie China, Indien, Pakistan, Bangladesch oder Vietnam. Dort ist Kinderarbeit vielfach dokumentierte Realität – unter extrem gefährlichen Bedingungen, mit schweren Verletzungen, Todesfällen und Hungerlohn statt Schulbildung.

    ❗Jede Rakete, jede Batterie, jeder Knallkörper unterstützt dieses System.

    Für ein paar Sekunden Lärm und einen bunten Himmel zahlen andere mit ihrer Kindheit – und oft mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben.

    Wie arrogant Menschen doch sind!

  • #2

    „Buebiker“news (Samstag, 03 Januar 2026 20:41)

    Ich würde mich freuen, wenn sich die Buebikernews wieder auf News aus Bubikon-Wolfhausen konzentrieren würden. Für nationale News gibt es wohl andere (bessere) Plattformen.
    Was diese Kampagne gegen einige Wenige, die Feuerwerk abgebrannt haben, bringen soll, weiss ich auch nicht…

  • #3

    Jürg (Samstag, 03 Januar 2026 21:30)

    Der einzig grenzwertige Artikel kam von den buebikernews, welche das Unglück für Ihre Interessen nutzen will.
    Schämen Sie sich!!!

  • #4

    361 (Samstag, 03 Januar 2026 22:03)

    "Unparteiisch" ist bubikernews beim Thema Feuerwerksverbot ganz bestimmt nicht. Andere Meinungen sind grenzwertig und die Kommentare werden deaktiviert.

    Wegen wenigen Idioten alle in den gleichen Topf werfen ist am einfachsten wenn es einem in die Karten spielt.

  • #5

    @361 (Sonntag, 04 Januar 2026 07:41)

    Nein, alle in einen gleichen Topf werfen, das will niemand und wäre nicht korrekt . Aber sehr viel weniger korrekt ist, dass man bedroht oder beschimpft wird, wenn man sich gegen Böllerer wehrt und sich für Ordnung und leidende Lebewesen einsetzen will.
    Es geht um Anstand und Prävention. Es geht darum Schwächere zu schützen und das Umfeld nicht Chaoten zu übergeben
    Man ist als Mensch nie vollständig objektiv, man handelt aus seinen Erfahrungen heraus und ist damit immer "Partei" oder eben subjektiv. Ich finde vieles "nachvollziehbar", was sie sagen. B.J.

  • #6

    @Jürg (Sonntag, 04 Januar 2026 07:50)

    Kann es sein, Jürg, dass Sie etwas missverstanden oder überlesen haben? Gar niemand will einen Profit aus dem tragischen Unglück ziehen. Man möchte nächste Unglücke verhindern. Schauen Sie sich doch einmal das Video von Herrn Köppel/ Weltwoche an. Vielleicht können Sie sich seiner Meinung anschliessen. B.J.