Bubiker Jahresbilanz: Erfolge, aber auch ein grosser Makel

(Bild: buebikernews)
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Leitartikel. Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende entgegen, und es ist somit die Zeit für Jahresrückblicke. Wie hat sich Bubikon im auslaufenden Jahr geschlagen? Ganz gut, darf festgestellt werden.

 

Im letzten Jahr der Legislatur 2022/26 ist einiges gelungen: Die BZO ist unter Dach und Fach, das «Generationenprojekt» Schul- und Sportraum in Bubikon ist aufgegleist, der Steuerfuss ist zwar nicht gesunken, aber stabil geblieben. Und vor allem: Bubikon wird vor einer gigantischen Windenergieanlage auf dem Hombergchropf hoch über dem Naturschutzgebiet Hüsliriet verschont bleiben. Und auch die SBB-Serviceanlage wird nicht in Bubikon im Natur- und Landwirtschaftsgebiet entlang des Bahngleises, sondern in Hinwil auf Industrieland realisert. Wenn es darauf ankommt, ziehen Behörden und Volk am gleichen Strick, auch wenn der Konsens oft auf Kritik und harten Diskussionen fusst. Das ist Demokratie.

 

Eine grosse Sache aber ist 2025 missraten: Die solidarische Beteiligung Bubikons am Rettungsmodell der GZO-Aktionärsgemeinden. Obschon die Gemeindeversammlung der Kapitalerhöhung im Juni noch zugestimmt hatte, hat Bubikon in der Urnenabstimmung als einzige der Aktionärsgemeinden Nein gesagt. Für dieses Nein haben sich der Gemeinderat und die hinter der Ratsmehrheit stehenden Parteien unserer Ansicht nach im Abstimmungskampf über Gebühr stark gemacht. Auch das ist Demokratie, könnte man einwenden. Zur Demokratie hätte aber auch gehört, das Ja-Votum der Gemeindeversammlung behördlicherseits gebührend zu würdigen.

 

Die GZO-Sache wird im kommenden Jahr weitergehen, denn nun läuft die Suche nach einem Ersatz für die fehlenden Bubiker Millionen für die Rettung des Spitals. Es ist möglich, dass ein solcher Ersatz gefunden wird. Es ist aber auch denkbar, dass die Rettung scheitert, und dass ein solches Scheitern dann zwangsläufig mit dem Namen «Bubikon» in Verbindung gebracht würde. Das wäre schade für die übrigen Erfolge. Und schlecht fürs Image dieses Gemeindenamens, das ein junger Ski-Sportler kurz Weihnachten durch sensationelle Erfolge in die Welt getragen hat.

 

Thomas Illi, Redaktionsleiter buebikernews

 

 

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