Wer hilft mit, die Bahnstrecke zu retten?

In Bubikon ist eine Rettungsaktion am Entstehen

Zahlreiche Bubikerinnen und Wolhauser sowie viele auswärtige Eisenbahnfans haben am Sonntag Abschied von der Bahnstrecke Bubikon – Wolfhausen genommen ("buebikernews" berichtete). Denn die Anschlussweiche in Bubikon, die das alte UeBB-Gleis mit den öffentlichen Schienenennetz verbindet, soll bekanntlich im kommenden April ausgebaut werden.  Der Verein Depot und Schienenfahrzeuge Koblenz (DSF) hat im vergangenen Jahr immer wieder Draisinenfahrten durchgeführt. Er wird diese Fahrten auch weiterhin durchführen, etwa am Dorfmärt Wolfhausen oder für private Fahrten. Diese sind in diesem Spätsommer / Herbst sehr gut angelaufen. Die ehemalige Handhebeldraisine wird zur Zeit bei der Firma Bertschinger AG Bubikon aufgefrischt.

 

Bahnfahrten mit richtigen Zügen sind, wenn die Weiche in Bubikon einmal ausgebaut ist, aber nicht mehr möglich. Das Bedauern in Bubikon über den unvermeidlich scheinenden Verlust dieses Kulturerbes ist gross. "360'000 Franken wären nötig, um eine neue Weiche zu finanzieren", weiss der Wolfhauser Dölf Burkard. "Dazu kommen noch Sanierungskosten für das Gleis nach Wolfhausen." Er wäre bereit, bei einer Rettungsaktion in letzter Minute mitzuwirken, falls eine solche auf Resonanz in der Bevölkerung stösst – "als Privatmann und nicht als Präsident der Ritterhausgesellschaft", wie er betont. "Wir retten die Bahnstrecke Bubikon – Wolfhausen. Mach mit!", schreibt Dölf Burkard in einem Online-Kommentar zur "buebikernews"-Berichterstattung.

 

 

Öffentlicher Aufruf

"buebikernews" unterstützt das Anliegen und wendet sich mit einem öffentlichen Aufruf an die Bevölkerung von Bubikon und Wolfhausen und an alle Kultur- und Eisenbahn-Interessierten auch ausserhalb unserer Gemeinde:

Wer ist bereit, bei einem Projekt zur Rettung der Bahnstrecke Bubikon – Wolfhausen mitzuwirken?

Wer ist bereit, das Rettungsprojekt mit einer finanziellen Spende zu unterstützen?

Wenn Sie in irgendeiner Form zum Rettungsprojekt beitragen möchten, melden Sie sich bitte per Mail bei

 

Dölf Burkard

 

oder bei


Thomas Illi, Redaktion "buebikernews"

 

Ob Privatperson, Verein oder politische Partei – jede Hilfe ist willkommen!

 

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Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Peter Züllig (Donnerstag, 12 Dezember 2013 12:04)

    Was die SBB als "Sanierung" ihres Schienennetzes verkauft, ist in Tat und Wahrheit ein Affront gegenüber all jenen, denen die Bahn am Herzen liegt. Keine noch so teure Werbeaktion kann wettmachen, was bei solchen Aktionen (hier Ausbau einer Weiche) mutwillig an Goodwill zerstört wird. In den Chefetagen der SBB wäre dringend mehr Nähe zum Bürger gefragt, dann würden einige Entscheide anders ausfallen. Die Begeisterung und Verbundenheit aller Generationen mit der Bahn in der Schweiz ist ein Kapital das durch nichts zu ersetzen ist. Wer dieses Kapital verschleudert, treibt Raubbau am Unternehmen.
    Dazu habe ich eine Bild-Reportage der "letztern Fahrt" auf meine Homepage http://www.sammlerfreak.ch/
    gestellt.

  • #2

    Erich Vontobel (Donnerstag, 12 Dezember 2013 13:52)

    Das UeBB-Geleise zwischen Bubikon und Wolfhausen hat symbolischen Charakter und steht für die Verbundenheit der beiden Dörfer. Von da her würde es Sinn machen, wenn sich auch die politische Gemeinde mit einem grosszügigen Beitrag am Erhalt dieses einzigartigen Kulturerbes beteiligen würde. Und zwar so, dass auch in Zukunft Dampffahrten möglich sind. Wir leisten uns in diesen Tagen einen sehr teuren Bahnhofplatz. Da dürfte sicher auch noch etwas Geld für eine alte Weiche drin liegen. Geben wir uns doch einen Ruck: Wir haben jetzt die einmalige Gelegenheit, ein Stück unserer eigenen Identität zu erhalten, das sonst unwiderruflich verlorenginge. Ich bin mir sicher, dass kommende Generationen vor diesem Entscheid den Hut ziehen werden.

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