Bubikon budgetiert eine Million Defizit

Steuerfuss soll unverändert bleieben

mw. Das Budget 2014 der Politischen Gemeinde weist einen Aufwandüberschuss von Fr. 1‘025'164 aus. Der Gesamtsteuerfuss kann trotz den weiterhin bei beiden Gütern geplanten, relativ hohen Investitionen bei gesamthaft 107 % belassen werden. Dies dank einem ausreichenden Eigenkapital.


Der Voranschlag 2014 der Politischen Gemeinde rechnet bei einem Aufwand von Fr. 24'639'985 und einem Ertrag von Fr. 23'614'821 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 1‘025'164. Dieser soll mit dem Eigenkapital verrechnet werden, welches sich dadurch auf voraussichtlich 11,7 Mio. Franken reduziert. Im Budget enthalten sind verschiedene Kleininvestitionen von insgesamt Fr. 1'603'815, die direkt der Laufenden Rechnung belastet werden.


Dank der weiterhin positiven Entwicklung wird mit einem höheren einfachen Staatssteuerertrag von 16,4 Mio. Franken (Vorjahr 15,4 Mio. Franken) gerechnet. Insgesamt erhöhen sich die ordentlichen Steuereinnahmen um Fr. 310'000, während bei den Grundsteuern eine Reduktion der Einnahmen um Fr. 200'000 erwartet wird. Der Ressourcenzuschuss gemäss neuem Finanzausgleich liegt 2014 durch den Wegfall des einmaligen Sondereffektes deutlich tiefer als 2013. Er beträgt für Bubikon Fr. 4'868'396 (Vorjahr 6‘439‘000), wovon Fr. 2'986'720 (Vorjahr 3‘958‘000) als Anteil auf die Schulgemeinde entfäll. Die Entgelte fallen aufgrund einer Vielzahl von kleineren Mehreinnahmen Fr. 211‘800 höher aus. Die Anteile und Beiträge ohne Zweckbindung reduzieren sich durch die Bruttoverbuchung des Ressourcenausgleichs um Fr. 1‘570‘000 deutlich. Entnahmen bei den Spezialfinanzierungen erfolgen vorwiegend in den Bereichen Wasser (358‘000) und Abwasser (392‘000).


Der Voranschlag 2014 sieht beim Personalaufwand einen Anstieg um 3,81 % oder Fr. 126‘000 vor, der auf die Erhöhung des Stellenplans beim Unterhaltsdienst, dem Wasserwerk und dem Steueramt sowie auf einzelne Besoldungsanpassungen zurückzuführen ist. Eine Teuerung ist nicht vorgesehen. Beim Sachaufwand resultiert inklusive der Kleininvestitionen eine Zunahme von 19.39 % oder Fr. 964‘470. Als grösste Einzelposten sind die Umrüstungskosten von zwei Liegenschaften im Zusammenhang mit dem Energieverbund (160‘000), die Informatik-Neuverkabelung des Gemeindehauses (79‘000), die Anschaffung eines Fahrzeuges für den Unterhaltsdienst (80‘000) sowie der Rückbau der Weiche des UeBB-Gleises (97‘200) zu erwähnen. Die Abschreibungen reduzieren sich leicht um 2,49 % oder Fr. 57‘000. Bei den Entschädigungen für Dienstleistungen anderer Gemeinwesen reduziert sich die Ablieferung des Ressourcenanteils an die Schulgemeinde deutlich um Fr. 971‘000.


Die Betriebs- und Defizitbeiträge nehmen um 2,7 % oder Fr. 216‘125 zu. Angestiegen sind unter anderem die Subjektsubventionierungsbeiträge der Zentrum Sunnegarte AG (132‘000 inkl. Beratungsstelle), die Kosten der Pflegefinanzierung (88‘000), die Zusatzleistungen (234‘000), die Heimkosten für Jugendliche (300‘000), sowie die Kosten der Kläranlagen (89‘000). Im Gegenzug sind bei den Kosten der Krankenversicherung Fr. 421‘000 und bei der wirtschaftlichen Hilfe Fr. 260‘000 weggefallen.
Die Nettoinvestitionen sinken im Vergleich zum Vorjahr von Fr. 7'186'000 auf Fr. 3'723'000. Die Beträge entfallen im Wesentlichen auf folgende Posten bzw. Bereiche (Nettobeträge):
-    Sanierung Wihaldenstrasse Fr. 472'000
-    Projekt Bahnhofplatz Fr. 1'500'000
-    Wasserwerk (gebührenfinanziert) Fr. 996'000 (Leitungsnetz)
Abwasserbeseitigung inkl. ARA Weidli (gebührenfinanziert) Fr. 385'000 (diverse Sanierungen, Anschlussgebühren).
Gewässerunterhalt (Sanierung Bachdurchlässe) Fr. 370‘000
Trotz der weiterhin relativ hohen Investitionstätigkeit kann der Steuerfuss dank ausreichendem Eigenkapital unverändert bei 41 % belassen werden. Da auch die Schulgemeinde keine Anpassung plant, ergeben sich auch beim Gesamtsteuerfuss von 107 % für 2014 keine Änderungen.

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