Vernetzungsprojekt ist auf gutem Kurs

mw. Das Vernetzungsprojekt der Gemeinde Bubikon befindet sich mitten in der zweiten Realisierungsphase. Bereits sind die gesteckten Ziele erreicht. In der verbleibenden Zeit soll mit zusätzlichen Massnahmen eine weitere Qualitätssteigerung erreicht werden.


Seit 2004 verfügt die Gemeinde Bubikon über ein Vernetzungsprojekt. Dessen Ziel ist es, die natürliche Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern, indem ökologische Ausgleichsflächen zu Gunsten ausgewählter Arten angelegt, aufgewertet und gepflegt werden.
Aufgrund des biologischen Potenzials wurden für die Lebensraumtypen (Feucht-, Trocken- und Magerwiese, Obstgarten, Hecken sowie Trittsteinbiotop) Erhaltens- und Fördergebiete festgelegt. Liegen die ökologischen Ausgleichsflächen in diesen Gebieten, können die Landwirte, unter Einhaltung klar definierter Bewirtschaftungsmassnahmen zusätzlich Vernetzungsbeiträge beziehen.
Die Teilnahme an Vernetzungsprojekten ist freiwillig. Wenn ein Bewirtschafter sich jedoch entschieden hat, mitzumachen, ist er verpflichtet, den 6-jährigen Vertrag einzuhalten, den er mit der Trägerschaft des Projekts (in der Regel der Gemeinde) abschliesst.

Nach der ersten Realisierungsphase von 2004 – 2009 wurde das Vernetzungsprojekt überarbeitet. Momentan befindet sich das Projekt in der Mitte der zweiten Realisierungsphase von 2010 – 2015. Auf Wunsch des Kantons hat Käthy Angele, Naturschutzbeauftragte und Ackerbaustellenleiterin, einen umfangreichen Zwischenbericht verfasst. Aus diesem geht hervor, dass das Vernetzungsprojekt Bubikon auch in dieser zweiten Phase sehr erfolgreich verläuft. Bereits nach Halbzeit der sechs Jahre dauernden Realisierungsphase sind sämtliche gesteckten Ziele erreicht. Insgesamt 135 ha oder 19 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen der Gemeinde Bubikon werden als ökologische Ausgleichsflächen bewirtschaftet (Zielwert 15 %).
Etwas mehr als die Hälfte davon (76 ha oder 11 % der landw. Nutzflächen) gelten als wertvolle ökologische Nutzflächen. Auch hier wird der Zielwert von 7.5 % deutlich übertroffen.
Aus diesem Grund wird zukünftig auch keine weitere Extensivierung von Flächen angestrebt. Vielmehr soll der Fokus auf die Qualitätserhöhung bestehender Ökoflächen gelegt werden.
Alle 30 beitragsberechtigten Landwirte in der Gemeinde beteiligen sich aktiv am Vernetzungsprojekt. Zusätzlich bewirtschaften 16 Landwirte aus den Nachbargemeinden Vernetzungsflächen in Bubikon.
Ein weiterer Schwerpunkt für die nächsten Jahre soll der Erhalt und die Pflege der bestehenden Hochstammbäume sein. Durch den Feuerbrand ist die Zahl der Hochstammbäume eher rückläufig. Neben dem ökologischen Wert sind die Bäume auch äusserst prägend für das Landschaftsbild unserer Gemeinde.
Zusätzlich wurden verschiedenen Aufwertungen ausserhalb des Vernetzungsprojektes durchgeführt, welche sich positiv auf Flora und Fauna auswirken z.B:
-    Ausdohlung und Aufwertung der Glattquelle inkl. Erstellung eines Ersatzlaichgewässers
-    Konsequente Umsetzung des kommunalen Neophytenbekämpfungskonzept
Durch den grossen Einsatz zu Gunsten der Biodiversität werden die Landwirte in Bubikon gut gerüstet sein für die neue Agrarpolitik (AP 2014-2017).

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