Wahlkampfverweigerung

Eigentlich ist das Logo "Presseschau" hier fehl am Platz, denn zu schauen gibt es fast nichts - schon gar nicht in der Regionalpresse. Die Rede ist vom Wahlkampf um einen Sitz im Hinwiler Bezirksrat, der sich am 3. März 2013 an der Urne entscheiden wird. Dieser "Wahlkampf" findet, immerhin drei Wochen vor dem Urnengang, bisher schlicht nicht statt, von ein paar vereinzelten Inserätchen abgesehen.

 

Woran liegt's? Nicht an der SP, der Partei des Herausforderers, die immerhin zwei Standaktionen in Rüti durchführte. Sondern ausschliesslich an den beiden bisherigen Kandidaten der SVP und FDP. Ein bereits im letzten November unterbreitetes Angebot der EVP Bezirk Hinwil, ein Podium mit allen drei Kandidaten zu moderieren, wurde von der SVP mit der Begründung abgelehnt, man hätte Mühe, "wenn ein Vertreter einer anderen Partei ein solches Wahlpodium leiten würde". Die FDP nahm zum Angebot überhaupt nicht Stellung. Ein Versuch der SP im Januar, die beiden bürgerlichen Parteien doch noch für ein Wahlpodium zu gewinnen, blieb ebenfalls erfolglos.

 

Die interessierten  Wählerinnen und Wähler im Bezirk Hinwil sitzen nun vor Abstimmungsunterlagen, mit denen sie wenig anfangen können. Wer sind die Kandidierenden? Was ist überhaupt die Funktion des Bezirksrats? Wie politisch ist dieses Amt? Solche Fragen öffentlich zu stellen, wird vor dieser Wahl wohl nicht mehr möglich sein. Und wenn es nicht unabhängige Medien im Bezirk gäbe, so bliebe auch die Wahlkampfverweigerung im Dunkeln. Ein Leserbrief an den "Zürcher Oberländer" zu diesem Thema wurde bislang nicht abgedruckt.

 

 

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