Schritt verdient Respekt

Der Hinwiler SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger zieht die Konsequenzen auf seine – offenbar strafrechtlich relevante – Verstrickung in eine Erbschaftsaffäre. Er gestehe Fehler und Unterlassungen ein und akzeptiere die ihn erwartende Strafe, schreibt er in seinem Rücktrittsschreiben. Materiell hat er den Schaden schon zuvor, in einem aussergerichtlichen Vergleich, längst wieder gutgemacht.

 

Zuppigers Haltung verdient Respekt, auch wenn er sich mit dem Rücktrittsentscheid (reichlich) Zeit liess. Irgendwie lese ich als Beobachter zwischen den Zeilen der Meldungen und Erklärungen immer noch jene Redlichkeit heraus, welche die Person Zuppigers eigentlich immer für mich verkörperte.

 

Bei anderen Personen, auch aus derselben Partei, geht es mir bei der täglichen Zeitungslektüre ganz anders. Nicht weniger als drei ehemalige Zürcher Regierungsräte haben über die skandalösen Vorgänge bei der Pensionskasse BVK nichts gewusst, nichts unternommen, nichts verschuldet, Warnungen ignoriert oder gar aktiv hintertrieben. Diesen Leuten droht kein Strafverfahren, und zurücktreten müssen sie auch nicht mehr. Aber wo und wann haben sie in jener Affäre, die notbane einen ungedeckten Milliardenschaden zu Lasten der Öffentlichkeit hinterlässt, etwas unternommen, das Respekt verdiente?

 

Thomas Illi, Chefredaktor "buebikernews"

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