Falsche Zahlen über Bubiker Arbeitslosigkeit

Fehlerhafte Excel-Formel bei kantonalem Amt für Wirtschaft und Arbeit führte zu Zahlensalat

Angeblich insgesamt 6 Arbeitslose (wie im Vormonat) und 7 Personen auf Stellensuche, eine Arbeitslosenquote von 0,7 Prozent. Dies sind die statistischen Zahlen zu Bubikon, die das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (Awa) heute publiziert hat. "buebikernews" zweifelte diese Zahlen sofort als falsch an und bemühte sich, die korrekten Angaben zu beschaffen. Im Vormonat waren nämlich insgesamt 63 Personen in Bubikon arbeitslos. Ein Rückgang auf 6 Personen wäre eine Sensation...

 

Mit ziemlicher Sicherheit sind sämtliche publizierten Zahlen für den Bezirk Hinwil völlig falsch: Wetzikon zum Beispiel, stets ein Spitzenreiter in Sachen Arbeitslosigkeit, weist laut dieser Statistik eine Arbeitslosenquote von lediglich 1,0 Prozent auf. Die Arbeitslosigkeit bei den Wetziker Frauen soll im Vergleich zum Januar um 100 Prozent zurückgegangen sein. In Grüningen soll die Arbeitslosigkeit um 200 Prozent gestiegen sein, jene in Dürnten um 150 Prozent.

 

Hütten hat 75 000 Einwohner...

 

Ähnlich abstrus präsentiert sich die Arbeitslosenstatistik aber auch in anderen Bezirken. In der kleinen Gemeinde Hütten bespielsweise sind laut Awa nicht weniger als 2553 Menschen arbeitslos. Weil es im Vormonat aber angeblich 2599 Arbeitslose waren, verzeichnet Hütten dennoch einen Rückgang um 1,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt in Hütten mit 2553 Betroffenen übrigens nur 3,4 Prozent. Hütten hätte demnach über 75 000 Einwohner!

Auch das Bauerndorf Dachsen im Zürcher Unterland kommt auf beeindruckende Zahlen: 819 Arbeitslose ergeben dort angeblich eine Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent. Dachsen hätte somit fast 26 000 Einwohner. Oder Zell im Tösstal: Hier sind laut Awa 7798 Menschen arbeitslos, 3,7 Prozent der Bevölkerung. Wussten Sie, dass Zell eine Grossstadt mit 210 000 Menschen ist?

 

Can Arikan, Mediensprecher des Awa, bestätigte inzwischen gegenüber "buebikernews", dass die publizierten Februar-Zahlen fehlerhaft sind. Es handle sich um einen Fehler in einer Excel-Formel. Das Awa bemühe sich, die korrekten Zahlen zu berechnen und zu publizieren. Das PDF mit den Arbeitslosenzahlen für den gesamten Kanton Zürich Zürich wurde inzwischen von der Website des Awa entfernt.

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