Do
01
Dez
2011
Seit Tagen ist von Wolfhausen aus eine Rauchsäule zu beobachten, die aus einem Waldstück am Abhang des Stöcklichrüüz, oberhalb von Altendorf/Lachen, aufsteigt. Zweifellos ein Abräumfeuer, das Waldarbeiter entfacht haben. Solche Feuer, die tagelang vor sich hin kokeln und die Luft kilometerweit verpesten, sind gemäss Luftreinhalteverordnung problematisch und zumindest im Kanton Zürich in der Zeit von November bis Februar aus lufthygienischen Gründen strikte verboten.
Gestern publizierte die Schwyzer Kantonspolizei folgende Meldung:
"Die Feuerwehr Sattel musste am Dienstagnachmittag, 29. November 2011, wegen eines Waldbrands ausrücken. Beim Abbrennen von gelagertem Schnittholz geriet das Feuer oberhalb von Sattel ausser Kontrolle und setzte den angrenzenden Wald in Brand. Die Einsatzkräfte konnten den Flächenbrand von rund 50m2 rasch eindämmen. Das Amt für Wald und Naturgefahren und die Kantonspolizei Schwyz weisen darauf hin, dass aufgrund der anhaltend trockenen Wetterlage die Waldbrandgefahr an vielen Orten des Kantons Schwyz gestiegen ist. An südexponierten, besonnten Hanglagen herrscht eine grosse Waldbrandgefahr. Wegen der für die nächsten Tage angesagten Föhnlage sollte auf Feuer jeglicher Art verzichtet werden."
Nun fragt man sich als Beobachter am zürcherischen Seeufer: Haben denn die Ausserschwyzer Behörden Tomaten auf den Augen, wo doch die Übeltat aus Kilometern Entfernung ins Auge sticht? Denn ziemlich genau an der Stelle, wo jetzt die Rauchsäule aufsteigt, war es bereits im Frühling 2011 ebenfalls zu einem Waldbrand gekommen – weil ein Abräumfeuer "ausser Kontrolle" geraten war, wie es in der Polizeimeldung vom 8. April 2011 hiess.