Mi
12
Okt
2011
"Bubiker Tatort", "Bubiker "Kommissarin": Die 24jährige Schauspielerin Anna Schinz hat schon einiges über sich und ihre noch kurze, aber steile Karriere lesen müssen. "buebikernews" traf Anna Schinz im Zürcher Schiffbau – wo sie gegenwärtig für das Stück "Remember me" probt und der Première vom 20. Oktober entgegenfiebert – und wollte von ihr wissen, welche Beziehung sie tatsächlich zu Bubikon hat.
Anna Schinz, Sie sind in Bubikon aufgewachsen...
Ja. Als ich 11 Jahre alt war, zog meine Familie nach Bubikon. Davor wohnten wir in Rüti, noch früher in Wald. Aber Bubikon wurde meine Heimat. Hier erlebte ich meine prägenden Jahre. 2007 bestand ich die Aufnahmeprüpfung in die Schauspielschule und gewann einen Studienpreis des Migros-Kulturprozents. Dieses Stipendium ermöglichte es mir, nach Zürich zu ziehen. Pendeln wäre zu zeitraubend für mein Studium gewesen.
Welche Beziehung haben Sie heute zu Bubikon?
Ich besuche Bubikon derzeit so oft wie noch nie. Bubikon ist so etwas wie ein Ruhepol in meinem Leben: Hier sind meine Eltern, hier ist mein Hund. Das Schauspielern ist eine Welt für sich und das Drehen.
Dann nervt es Sie nicht, wenn man Sie als "Bubiker Schauspielerin" bezeichnet?
Nein: Ich komme von Bubikon, und es ist schön, aus einem relativ kleinen Ort zu stammen. Ausserdem verfolge ich die Medien nicht aufmerksam.
Wann wird nun die nächste Folge des "Bubiker Tatorts" ausgestrahlt?
Voraussichtlich im Dezember. Ich bin sehr gespannt auf die zweite Folge, auch nervös. Es hat sich ja gezeigt, wie sehr man in den Medien kritisiert werden kann. Teilweise wurde schon sehr harsch über Stefan Gubser hergezogen. Ich habe in der zweiten Folge eine Rolle, die durchaus gross genug ist, um kritisiert zu werden. Aber Kritik ist ein Teil des Berufes. Damit muss ich umgehen können.
Was ist Ihnen wichtiger: der "Tatort" oder das Schauspielhaus?
Es sind zwei komplett unterschiedliche Arbeitsformen. Beides ist sehr wichtig und gleichwertig, aber ich brenne schon sehr für das Theater, habe einen ganz besonderen Bezug dazu. Ich mag es, sieben Wochen zu proben, dann aufzuführen mit dem Risiko, nicht genau abschätzen zu können, wie es wird: heute Abend, morgen, übermorgen...