Mo
10
Okt
2011
An den kommenden beiden Samstagen vor den Wahlen (15. und 22. Oktober 2011) wird die reformierte Kirchgemeinde Bubikon keine amtlichen „Kirchenzettel“-Inserate im „Zürcher Oberländer“ (ZO)
publizieren. Dies schreibt die Kirchenpflege in einer Medienmitteilung.
An den beiden vorangegangenen Samstagen habe der ZO "mitten in die amtlichen Anzeigen der Kirchgemeinden der Bezirke Hinwil, Pfäffikon und Uster und direkt unter dem Seiten-Rubrikentitel
„Evangelisch-Reformierte Landeskirche“ jeweils ein Wahlinserat einer politischen Partei platziert". Die Kirchenpflege Bubikon betrachte "eine derartige Vermischung von amtlichen Anzeigen und
Wahlinseraten durch das amtliche Publikationsorgan ZO grundsätzlich als problematisch", weil der Eindruck entstehen könne, die Wahlwerbung werde "von den Kirchgemeinden mitgetragen". Im
Wahlinserat vom letzten Samstag seien zudem Sozialhilfebezüger "negativ fokussiert" worden.
Nachdem ein Protest bei Chefredaktion und Verlagsleitung gegen diese Inseratplatzierung "ungehört verhallt" sei, habe die Kirchenpflege Bubikon nun die amtliche Publikation ihrer kirchlichen
Hinweise für die beiden kommenden ZO-Ausgaben storniert. Es bestehe "keine Gewähr, dass die amtlichen Inserate nicht in einem Umfeld erscheinen würden, welches den seelsorgerlichen und
diakonischen Zielen der Kirchgemeinde zuwiderläuft", heisst es in der Mitteilung. Über die kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdienste der beiden folgenden Wochen könnten sich Interessierte auf
der Website der Kirchgemeinde (www.refirchebubikon.org) sowie in der „reformiert.“-Gemeindebeilage „Chileblick“ informieren.
Es ist Wahlkampf, die Nerven der Verantwortlichen und Beteiligten liegen blank. Die Reaktion auf das Inserat der EDU im ZO vom Samstag kann ich nachvollziehen. Da ist doch ein Inserat der eher freikirchlich orientierten EDU mitten im Anzeigenblock der Landeskirche. - Ähnlich ist es mir ergangen, als ich festgestellt habe, dass das Magazin "feg.ch" sage und schreibe 3 Inserate der doch eher landeskirchlich orientierten EVP publiziert hat. Einer Partei, deren Spitzenkandidatin im Kanton ZH die Abtreibung eher befürwortet...
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