Mo
15
Aug
2011
kapo.Durch Schüsse aus einer Faustfeuerwaffe sind am Montagmittag in Pfäffikon ZH zwei Personen tödlich verletzt worden. Eine Frau starb noch am Tatort; eine weitere verschied im Laufe des Nachmittags im Spital. Ein der Tat dringend verdächtigter Mann konnte unmittelbar nach der Tat durch die Kantonspolizei Zürich verhaftet werden.
Zeugenaussagen und ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei zufolge schoss ein Mann um 12.00 Uhr an der Frohwiesstrasse beim Bahnübergang auf eine 52-jährige Frau und verletzte sie schwer. Wenige
Minuten später schoss der gleiche Mann vor dem Gemeindehaus auf die 48 Jahre alte Leiterin der Sozialamtes Pfäffikon und verletzte diese schwer. Die 52-Jährige starb trotz Reanimationsbemühungen
von Notarzt und Sanität noch am Tatort; die 48-Jährige wurde in kritischem Zustand mit der Ambulanz ins Spital gefahren, wo sie im Laufe des Nachmittags verschied. Unmittelbar nach der Tat konnte
der 59-jährige Ehemann der 52 Jahre alten Frau am Tatort durch Kantonspolizisten ohne Widerstand zu leisten verhaftet werden. Es besteht der dringende Verdacht, dass er für die Taten
verantwortlich ist.
Die Hintergründe und der genaue Tathergang sind noch nicht geklärt und werden zurzeit durch die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft für Gewaltdelikte untersucht. Den bisherigen
Abklärungen zufolge hatte die Leiterin der Sozialamtes beruflichen Kontakt mit der Familie der Toten.
Für die Betreuung der Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sowie der Angehörigen der Opfer wurde das Care-Team der Kantonspolizei Zürich sowie mehrere Notfallseelsorger beigezogen.
Bei der Toten handelt es sich um eine im Bezirk Pfäffikon wohnhaft gewesene 52 Jahre alte Frau aus dem Kosovo. Die Leiterin der Sozialabteilung ist 48-jährig und besitzt die Schweizer
Staatsbürgerschaft. Der aus dem Kosovo stammende Tatverdächtige ist 59 Jahre alt und im Kanton Zürich wohnhaft.
Im Einsatz standen nebst verschiedenen Spezialisten der Kantonspolizei Zürich das Forensische Institut Zürich, ein Care-Team der Kantonspolizei Zürich, Notfallseelsorger, Ambulanzfahrzeuge, ein
REGA Helikopter, die Feuerwehr Pfäffikon sowie die Gemeindepolizei Russikon-Fehraltorf.
Wegen häuslicher Gewalt polizeibekannt
Am Abend ergänzte die Polizei, dass der verhaftete 59-jährige Tatverdächtige polizeilich bekannt ist. Die Kantonspolizei Zürich musste sich im Jahr 2011 wegen Häuslicher Gewalt zum Nachteil von
Familienangehörigen mit dem Mann befassen, was ein Rayon- und Kontaktverbot zur Folge hatte. Entsprechende Strafanzeigen wurden durch die Kantonspolizei Zürich verfasst und an die
Staatsanwaltschaft See/Oberland weitergeleitet. In welchem Zusammenhang sich das Sozialamt Pfäffikon mit der Familie des Opfers und des Tatverdächtigen zu befassen hatte, ist Gegenstand der
laufenden Abklärungen.
Zeugenaufruf:
Personen, die im Zusammenhang mit der vorliegenden Tat Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.