Sa
13
Aug
2011
Im ersten Schweizer "Tatort", der morgen Sonntag ausgestrahlt wird und bei dem auch die aus Bubikon stammende Schweizer Schauspielerin Anna Schinz mitwirkt, müssen selbst Profischauspieler wie Stefan Gubser in der synchronisierten "hochdeutschen" Fassung kehliges Bauerndeutsch wie im Dorftheater sprechen. Wie "Blick Online" schreibt, ärgert sich darüber in erster Linie Regisseur Markus Imboden: "Ich fühle mich verarscht. Diese Fassung wirkt dilettantisch und gefällt mir nicht", zitiert ihn "Blick". Besonders pikant: In früheren "Tatort"-Folgen aus Konstanz, wo Gubser einen Thurgauer Kantonspolizisten spielte, durfte er sein gepflegtes Bühnendeutsch sprechen. Nun, nach der Versetzung nach Luzern und Beförderung zum "Kommissar" (gibt es diesen Rang überhaupt bei der Luzerner Polizei?), muss er in ein Provinz-Idiom wechseln, das in deutschen Ohren authentisch klingen soll. Tipp: "Tatort" unbedingt in echtem Schweizer Dialekt auf SF anschauen und keinesfalls auf ARD!