Mi
22
Jun
2011
Die Szene ist täglich mehrfach zu beobachten, besonders in Stosszeiten: Zahlreiche Menschen warten in Wolfhausen bei der Haltestelle Post auf den Bus in Richtung Bubikon, und auf dem Radstreifen, der laut gelber Markierung unmittelbar vor der Businsel vorbeiführt, flitzen Radfahrer im Slalom um die wartenden Buspassagiere. Wehe, jemand macht versehentlich einen Schritt rückwärts oder vorwärts, ohne darauf zu achten, ob sich gerade ein Velofahrer in schneller Fahrt nähert. Manchmal sind es ganze Trainingsgruppen, die frühmorgens durch Wolfhausen strampeln. Bei dieser Spezies von Zweiradfahrern ist das Verständnis für noch schwächere Verkehrsteilnehmer erfahrungsgemäss nicht allzu ausgeprägt. Da kommt im Gedränge schon fast Tour-de-Suisse-Stimmung auf. Unangenehm ist die Situation auch für Passagiere, die aus dem haltenden Bus aussteigen möchten: Sie können vom Innern des Busses aus unmöglich sehen, ob sich draussen gerade ein Velofahrer nähert und demnach Gefahr eines Zusammenstosses besteht. Seit als Velos auch so genannte Flyer unterwegs sind, die dank elektrischer Motorisierung auf ebener Strecke Geschwindigkeiten von 50 Km/h und mehr erreichen (und im Unterschied zu Benzinmotor-Töffli, die den Radstreifen ebenfalls benützen dürfen, kaum hörbar sind), ist die Gefahr noch erheblich gestiegen.