So
15
Mai
2011
Der 31jährige Vizepräsident der Kirchenpflege Bubikon, Reto Studer, hat den Sprung in die reformierte Kirchensynode nicht geschafft: Mit insgesamt 2293 Stimmen im Bezirk Hinwil erreichte er zwar das abolute Mehr, schied aber auf Rang 10 als überzählig aus – genauso wie die beiden SVP-Kandidatinnen Nanetta Meyer (Seegräben) und Margrit Morf (Bäretswil). Überraschend schlecht schnitt der amtierende Synodepräsident Peter Würmli aus Dürnten ab: Er schaffte als 9. mit 152 Stimmen Vorsprung auf Reto Studer nur knapp die Wiederwahl. Das beste Resultat erzielte die Dürntner Kirchenpflegepräsidentin Rosmarie Egli.
In Bubikon erreichte Studer mit 340 Stimmen klar das beste Resultat aller Kandidierenden. Gegenüber "buebikernews" gab sich der Bubiker Kandidat staatsmännisch: "Trotz grosser Bemühungen von meiner Seite hat es nicht gereicht für meine Wahl in die reformierte Kirchensynode. Das ist enorm schade – ich kann damit aber gut leben. Gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, den Gewählten zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Zugleich möchte ich meinen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Vertrauen danken."
Die vielen positiven Rückmeldungen vor und nach der Abstimmung, so Studer bestärkten ihn darin, sich auch in Zukunft für eine reformierte Kirche einzusetzen, "welche die Gemeindeautonomie stärkt und endlich den Sprung über die Generationengrenze schafft. Für eine Kirche auch, die den Ideen-Wettbewerb und den öffentlichen Wahlkampf, das öffentliche Auftreten nicht scheut." Die Insiderkirche, die sich selbst genug ist, habe zurecht keine Zukunft. "Dies werde ich auch weiterhin vertreten – vorerst weiterhin auf Gemeindeebene."