Sa

14

Mai

2011

Welche Synodewahl?

"Zürcher Oberländer" verwirrt Stimmbürger

Mit einem grossen Artikel auf Seite 2 sorgt der "Zürcher Oberländer" einen Tag vor dem Abstimmungssonntag für Verwirrung: Morgen Sonntag, 15. Mai 2011, werde laut diesem Artikel im Kanton Zürich die Synode der römisch-katholischen Kirche gewählt. In den vergangenen Wochen hatte indessen immer nur die Kampfwahl in die reformierte Kirchensynode – mit dem Bubiker Kandidaten Reto Studer – zu reden gegeben. Wählen tatsächlich auch die Katholiken?

 

Die Antwort lautet: theoretisch ja, praktisch aber nicht wirklich. Bei den Katholiken werden – im Unterschied zu den Reformierten – die Synodalräte kirchgemeindeweise und nicht in grossen Wahlkreisen (z.B. Bezirk Hinwil) gewählt. Ebenfalls im Unterschied zu den Reformierten sind bei den Katholiken stille Wahlen möglich, und darum sind in den allermeisten katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zürich die katholischen Synodalräte bereits lange vor dem – theoretischen – Wahltag 15. Mai 2011 in stiller Wahl gewählt worden. Wo dies der Fall ist, finden keine Urnenabstimmungen mehr statt.

 

So wurde auch in der katholischen Kirchgemeinde Hombrechtikon – Grüningen – Bubikon die Wolfhauserin Claudia Winter bereits still gewählt. In Bubikon findet am Sonntag demnach nur eine Urnenabstimmung über die Wahl in die reformierte Kirchensynode statt. Stimmberechtigt sind reformierte Kirchenglieder ab 16 Jahren (auch niedergelassene Ausländer).

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