Do

03

Feb

2011

Zankapfel Hüsliriet...

Bild: Thomas Illi Bild: Thomas Illi

"Die strikte Handhabung der polizeilichen Empfehlungen zur Freigabe des Natureisfeldes Hüsliriet führt immer wieder zur Diskussionen und zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Abklärungen der Haftungsfragen haben aber gezeigt, dass an der bestehenden Regelung festgehalten werden muss." Dies schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Die Bevölkerung soll jetzt aber jeweils anfangs Winter besser über die Freigabepraxis und die Gründe dazu informiert und mit der Bildung eines Eisfeldforums, in dem Interessierte Einsitz nehmen können, besser eingebunden werden.
Anfang Dezember habe die unerlaubte Benutzung des Eises aufgrund einer privaten Anzeige sogar einen Einsatz der Polizei zur Folge gehabt, was zusätzlichen Unmut auslöste. Dies und eine Anfrage an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2010 hätten den Gemeinderat nun bewogen, die Situation nochmals genau abzuklären. Dabei hat sich gezeigt, dass die Gemeinde als Eigentümerin eines grossen Teils der gestauten Fläche und insbesondere der Stauvorrichtung einer Werkshaftung unterliegt, der sie sich auch mit einer anderslautenden oder grösseren Beschilderung als heute nicht entziehen kann. Der Versicherungsexperte empfehle der Gemeinde deshalb, an der bisherigen Freigabepraxis gemäss den Empfehlungen der Kantonspolizei Zürich festzuhalten. Die Gemeinde trage die Verantwortung und müsse diese, auch wenn das Risiko verhältnismässig klein sei, auf alle Fälle auch richtig wahrnehmen.

Die in weiten Teilen der Bevölkerung verbreitete Ansicht, das aufgestaute Eisfeld verfüge nur über wenig Tiefe, weshalb das Betreten der Eisfläche auch bei minimaler Eisstärke ungefährlich sei, stimme nur bedingt.

Zur Verbesserung des Verständnisses in der Bevölkerung für die Probleme rund um das Natureisfeld Hüsliriet sind laut Gemeinderat folgende Massnahmen vorgesehen:

  • Ab nächster Saison wird ein Eisfeldforum unter Einbezug Interessierter aus der Bevölkerung gebildet, welches den Eisfeldbetrieb begleitet.
  • Jeweils in der Dezemberausgabe der Gemeindezeitung wird über die Gefahren des Eisfeldes und die Freigabepraxis informiert.

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