Fr
26
Nov
2010
Die Schulpflege Bubikon ist erfreut, dass der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2010 die Bewilligung über die definitive Zusammenarbeit mit der Mojuga beantragen wird, und unterstützt dieses Geschäft.
In einer Mitteilung beleuchtet die Schulpflege das Verhältnis zwischen Jugendarbeit und Schulsozialarbeit: Die Schulsozialarbeit und die ausserschulische Jugendarbeit sind Kernbereiche der
sozialen Arbeit. Beide haben das Ziel, Kinder und Jugendliche zu fördern und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Die Schulsozialarbeit und die Jugendarbeit wirken aber an verschiedenen Orten
und erfüllen unterschiedliche Aufträge.
Die Schulsozialarbeitenden begleiten und unterstützen Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens im schulischen Umfeld. Sie beraten Schüler/innen, arbeiten in Schulklassen,
unterstützen Lehrpersonen, Schulleitungen und Eltern und bieten Präventionsprojekte an. Sie erfassen und bearbeiten akute Konflikte, soziale Probleme oder persönliche Nöte von Schüler/innen,
welche sich im schulischen Umfeld auswirken. Die Schulsozialarbeit vermittelt zwischen Schule und Familie wie auch zwischen Institutionen der Schule und der Jugend- und Familienhilfe.
Bei der Einführung der Schulsozialarbeit vor acht Jahren war sie vorwiegend für die Sekundarstufe gedacht. Mittlerweile wird sie zunehmend auch zur Unterstützung an die Primarschulen
gerufen. Das Stellenpensum von 80% reicht gerade noch aus, um akute Konflikte anzugehen – eine wirksame Präventionsarbeit ist praktisch nicht möglich. Um diesen Mangel zu beheben,
wird die Schulpflege im März 2011 der Gemeindeversammlung die Aufstockung des Pensums der Schulsozialarbeit auf 130% beantragen.
Die Jugendarbeitenden sind im ausserschulischen Bereich für die Kinder und Jugendlichen tätig. Sie bieten im öffentlichen Raum oder in Treffpunkten Kontakte, Beratungen und
Freizeitangebote
an. Sie gehen von den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen aus und beteiligen sie aktiv bei der Umsetzung von Ideen und Projekten. Sie begleiten, coachen und animieren die Kinder und
Jugendlichen in ihrer Freizeit und fördern deren Integration in die Gesellschaft. Oft
bleiben die Jugendarbeitenden auch nach dem Schulaustritt der Jugendlichen eine wichtige Ansprechperson.
Die Jugendarbeit in der Gemeinde Bubikon soll definitiv durch die regional verankerte Mojuga (Mobile Jugend- und Gassenarbeit) erbracht werden. Nach der einjährigen Versuchsphase
kann eine überaus positive Bilanz gezogen werden. Es ist der Mojuga gelungen, mit vielen Jugendlichen in Kontakt zu treten und ihnen einen sicheren Treffpunkt anzubieten.